Gunpowder

Gunpowder

 

Das homöopathische Schwarzpulver ist ursprünglich ein „Kriegsmittel“. Es handelt sich um keine chemische Verbindung, sondern um eine Mischung aus Kohle, Schwefel und Salpeter, die potenziert wurde. Da es drei kraftvolle Mittel enthält (Carbn, Kali-n und Sulf), von denen zwei zu den Polychresten zählen, ist es nicht verwunderlich, dass es medizinische Kräfte besitzt. Es gibt bislang keine Arzneimittelprüfung von Gunpowder.

 

Historische Verwendung von Schwarzpulver

 

Zu Zeiten des Schwarzpulvers verwendeten es die Soldaten als Heilmittel für bestimmte Formen von Vereiterungen und sie nahmen es pur in teelöffelgroßen Dosen, die sie in heißem Wasser auflösten. Ebenfalls in purer Form wurde es gemäß dem Rector of Stradbroke von den Schäfern verwendet, die es auf Brot und Käse streuten, um Wundvergiftungen, die sie sich beim Scheren und im Umgang mit den Schafen zuzogen, vorzubeugen und zu heilen.

 

Die homöopathische Anwendung

 

Die Verwendung von Schwarzpulver in der Homöopathie stammt von John Henry Clarke (1853 – 1931), einem englischen Arzt, der für seine umfangreiche Arzneimittellehre bekannt ist. Clarke führte an sich selbst Experimente mit der D3 durch. Die Einnahme führte zu einem heftigen Anfall von Herpes der rechten Augenbraue und der rechten Nasenseite, der dauerhafte Narben hinterließ. Im August 1915 stellte Clarke die aufgezeichneten Erfahrungen in der Form einer Schrift vor: „Gunpowder as a War Remedy = „Schießpulver als Kriegsmedizin“.

 

Causa

 

  • Bissverletzungen

  • Blutvergiftung

  • Eiterungen, septischer Natur

  • Impfungen

  • Wunden

  • Herpes zoster

  • Würmer

 

Gunpowder ist ein wichtiges Impffolgemittel, wenn septische Zustände, wie Meningitis auftreten. Ferner ist es ein Mittel für die Folgen von Zeckenbissen. Hier wirkt es besser als das üblicherweise eingesetzte Ledum.

Auch bei den Folgen von Wasser- und Luftverschmutzung (DD: Ars-a) wird es eingesetzt. Ebenso bei den Folgen von verdorbener Nahrung oder bei Hirnhautreizung nach einer schweren Influenza.

 

Leitsymptome

 

  • Beugt einer Sepsis vor (Blutreinigung)

  • Wenn Wunden mit Fäulniskeimen verunreinigt sind

  • Eiterungen nach Impfung

  • Schwere Akne vulgaris bei tuberkulinischen Jugendlichen

  • Septische lymphangitische Zustände

  • Prophylaktisch bei epidemischer Enzephalitis

  • Es antidotiert die üblen Folgen von Impfungen, insbesondere, wenn dermatologische Erkrankungen auftreten

  • Akute Osteomyelitis

  • Frische Borreliose mit Erythema migrans, Fieber, Schüttelfrost usw.

  • Karbunkel

 

Verwendung

 

D8 3-4x täglich nach fragwürdigen Zeckenbissen, infizierten Wunden oder Gürtelrose usw. Äußerlich gegebene Calendula (in verdünnter Tinktur) wirkt komplementär zu Gunpowder.

 

Quelle: Arzneimittellehre von Clarke, Arzneimittellehre Murphy.